Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Neuerscheinung: Konjunkturen der Integration. Themenheft der Zeitschrift Sociologia Internationalis. Herausgegeben von Özkan Ezli, Andreas Langenohl und Valentin Rauer

25. September 2012

Cover

Sociologia Internationalis 49, 1(2011).

Den Anlass des Themenheftes „Konjunkturen der Integration“ bot die Beobachtung, dass transnationale Migration stets von öffentlichen Diskursen der Zugehörigkeit begleitet wird. In diesen Diskursen unterliegen zwei Begriffe einer besonderen Konjunktur: Assimilation und Integration. Von „Assimilation“ zu sprechen ist in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit illegitim, stattdessen fokussiert sich der Diskurs auf „Integration“.
Die hier vorgestellten Analysen zeigen, dass der Integrationsbegriff kaum vermeidbar ist, wenn von migrationsbedingter Ungleichheit in europäischen Gesellschaften der Gegenwart gesprochen wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Integrationsdiskurs häufig im Bannkreis der illegitimen Assimilationsunterstellung steht. Auch wenn mit Integration ausschließlich die Beseitigung sozialer Ungleichheitsverhältnisse gemeint ist, schwingt stets der Verdacht einer kulturellen Zumutung mit, die nicht mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung westlicher Gesellschaften vereinbar wäre. Diesem diskursiven Bannkreis der öffentlichen Debatten [widmet] sich [das Themenheft].

Mit u.a. folgenden Beiträgen:

  • Özkan Ezli, Andreas Langenohl, Valentin Rauer: Einleitung zum Themenheft „Konjunkturen der Integration“, S 1-5.
  • Andreas Langenohl, Valentin Rauer: Reden an die Transnation. Eine Analyse der öffentlichen Reaktionen auf die Reden von Erdoğan und Wulff in Deutschland, S. 69-102.

Die Beiträge dieses Heftes entstammen dem Kontext einer Konferenz, die 2009 unter dem Titel „Im Banne der Assimilation? Kunst, Kultur und Theorie transnationaler Migration“ am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz in Kooperation mit der „Sektion Migration und ethnische Minderheiten“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie stattfand. Die fünf Beiträge repräsentieren einen Teil der soziologischen Zugänge zum Thema der ansonsten interdisziplinären Tagung. Weitere Beiträge aus den Literatur-, Geschichts- und FiLmwissenschaften finden sich demnächst in dem Sammelband „Die Integrationsdebate zwischen Assmilation und Diversität. Grenzziehungen in Theorie, Kunst und Gesellschaft“ (Bielefeld: transcript, in Vorbereitung)

Dr. Özkan Ezli ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz.

Prof. Dr. Andreas Langenohl lehrt Soziologie mit Schwerpunkt Allgemeiner Gesellschaftsvergleich an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Dr. Valentin Rauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-geförderten Projekt zu „Sicherheitskultur im Wandel“ an der Goethe-Universität Frankfurt/M.


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