Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Aleida und Jan Assmann sind Inhaber der Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur 2015

8. Dezember 2014

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann und Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Jan Assmann erhalten die Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur 2015 an der Universität Mainz.

Gemeinsam werden sich beide im Sommersemester 2015 unter der Überschrift „Erinnern und Vergessen – Zur Konstruktion von Vergangenheitshorizonten“ gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von internationalem Rang mit Konzepten der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung auseinandersetzen.

Jede Gegenwart legt sich eine identitätsrelevante Vorgeschichte zurecht, die der Gesellschaft als Erinnerungs-, Bezugs- und Orientierungsraum dient. Solche Vergangenheitshorizonte beruhen laut Aleida und Jan Assmann auf einer komplexen Dynamik von Erinnern und Vergessen. Sie sind nie ein für allemal festgeschrieben, sondern unterliegen beständiger Verhandlung und Neubestimmung. Beide prägten den Begriff des Kulturellen Gedächtnisses, der zu einem Leitbegriff der Kulturwissenschaften wurde, und haben die Verbindung von Kultur und Gedächtnis systematisch und theoretisch fundiert aufgezeigt.

Aleida Assmann war bis 2014 Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz sowie Vorstandsmitglied und maßgeblich beteiligte Wissenschaftlerin des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“.

Jan Assmann war bis 2003 Professor für Ägyptologie an der Universität Heidelberg. Er ist maßgeblich beteiligter Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“.

Eingerichtet hat der Verein der Freunde der Universität Mainz e.V. die Stiftung „Johannes–Gutenberg-Stiftungsprofessur“ anlässlich des 600. Geburtstags von Johannes Gutenberg im Jahr 2000. Inhaber der Stiftungsprofessur waren u.a. Fritz Stern (2000), Hans-Dietrich Genscher (2002), Klaus Töpfer (2004), Jan Philipp Reemtsma (2008), Karl Kardinal Lehmann (2009), Angela D. Friederici (2010) und Gottfried Boehm (2011).


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