Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Neuerscheinung: Schlechte Angewohnheiten. Eine Anthologie 1750–1900. Herausgegeben von Bernhard Kleeberg

17. September 2012

Cover

Berlin: Suhrkamp 2012.

Sie sind arbeitsscheu und abergläubisch, bilden sich nicht und zeugen zu viele Kinder, sie spielen, trinken und rauchen: Solche und ähnliche Qualifizierungen vermeintlich typischen Verhaltens der „anderen“ – seien es Angehörige fremder Ethnien, Nationen oder der Unterschicht – verbinden sich häufig mit dem Hinweis, hier seien schlechte Angewohnheiten zur zweiten Natur geraten. In Kontexten der Fremd-, aber auch der Selbstdisziplinierung dienen „schlechte Angewohnheiten“ der Markierung von Grenzen: der Willenskraft, der sittlichen Reife, der Klasse oder gar der Zivilisation, legitimiert unter anderem über wissenschaftliche, religiöse oder politische Wahrheitsinstanzen.

Diese kommentierte Anthologie entfaltet die Wissensgeschichte dieser äußerst einflussreichen Diskursfigur anhand paradigmatischer Texte unter anderem von Montesquieu und Hume, Salzmann und Knigge, Lombroso und Ortiz. (Verlag)

Rezension

„Seinem Anspruch, einen Beitrag zur Wissensgeschichte einer einflussreichen Denkfigur zu leisten, wird das Buch gleichwohl umfänglich und auf zugleich anspruchsvolle wie unterhaltsame Weise gerecht.“ Joachim Scholz in H-Soz-u-Kult, 13. Januar 2014

Wir sollten uns nützlich machen
Wie man es anstellt, den Leuten Manieren beizubringen: Der Historiker Bernhard Kleeberg sammelt Ansichten über „Schlechte Angewohnheiten“ und ihre Überwindung. Von Ralf Konersmann
Süddeutsche Zeitung, 5. März 2013

Prof. Dr. Bernhard Kleeberg ist Juniorprofessor für Wissenschaftsgeschichte der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Konstanz und Alumnus des Kulturwissenschaftlichen Kollegs Konstanz, wo er u.a. an diesem Band gearbeitet hat.


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