Universität Konstanz Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Prof. Dr. Gerd Blum

Vita

Porträt Gerd Blum

Professor für Kunstgeschichte/Kunstwissenschaften (C 4) an der Kunstakademie Münster.

Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Klassischen Archäologie an den Universitäten München, Bochum, Berlin, Basel sowie an der Scuola Normale Superiore di Pisa.

1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Wuppertal.

1998-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz.

1999 Promotion mit einer Arbeit über Hans von Marées an der Universität Basel.

2007/2008 Gastprofessor in Vollzeit (Vertretung Lehrstuhl Rosenberg) am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg.

2010 Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung Hamburg.

Mitglied im Beirat der „Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Sprachwissenschaft“ und der „Deutschen Gesellschaft für Ästhetik“.

Forschungsschwerpunkte

  1. Kunst, Kunsttheorie und Architektur der italienischen Renaissance. Besonders: „Giorgio Vasari und der Beginn der modernen Kunsthistoriographie“; „Von Bezaleel bis Michelangelo. Giorgio Vasari über jüdische und christliche Kunst“; „Architektur und Landschaft in der italienischen Renaissance“
  2. Der Beginn einer modernen, dezidiert autobiographischen Malerei (Manet, Cézanne und Marées) um 1860.
  3. Kunst und Kunsttheorie des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Insbesondere Retromodernismen in der zeitgenössischen Kunst (zusammen mit Dr. Johan Frederik Hartle, Universiteit van Amsterdam)

Funktion innerhalb des Clusters

Kollegiat am Kulturwissenschaftlichen Kolleg (Oktober 2010-September 2011)

Forschungsprojekt „Vasaris Viten: heilsgeschichtlicher Kanon, endzeitliche Konversion und die Geburt der Kunstreligion“
Abstract

Publikationen

(mit Steffen Bogen, David Ganz und Maroius Rimmele, Hgg.). Pendant Plus. Praktiken der Bildkombinatorik, Reimer Berlin 2012.

Giorgio Vasari. Der Erfinder der Renaissance. Eine Biographie. (C.H.Beck München 2011)

Habilitationsschrift über „Ideale Orte und inszenierte Ausblicke. Architektur und Landschaft in der italienischen Renaissance“ (eingereicht Universität Basel März 2010).

Provvidenza e progresso: la teologia della storia nelle Vite vasariane. Con alcune considerazioni su periodizzazione e paginatura nella Torrentiniana. In: Katja Burzer, Alessandro Nova u.a. (Hg.), Die Vite Vasaris. Entstehung – Topoi – Rezeption, Le Vite di Vasari. Genesi – Topoi – Ricezione (Akten des internationalen Kongresses/Atti del convegno internazionale, Kunsthistorisches Institut in Florenz, Firenze, 14. 2. – 18. 2. 2007), Venedig 2010. (im Erscheinen)

Kunstgeschichte als „große Erzählung“ und Bildsystem. Zur Geschichtstheologie von Vasaris Vite (1550). in: David Ganz/Felix Thürlemann (Hgg.), Das Bild im Plural. Mehrteilige Bildformen zwischen Mittelalter und Gegenwart. München: Fink 2010. (im Erscheinen)

Epikureische Aufmerksamkeit und euklidische Abstraktion. Alberti, Lukrez und das Ausblicksfenster der Neuzeit. In: Horst Bredekamp, Christiane Kruse und Pablo Schneider (Hgg.), Imagination, Repräsentation und das Neue. Zur Imaginations- und Technikgeschichte frühneuzeitlicher Bilder, München: Fink 2010 (im Druck).

Veröffentlichungen in Auswahl

Palladios Villa Rotonda und die Tradition des „idealen Ortes“: Literarische Topoi und die landschaftliche Situierung von Villen der Renaissance. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte 70 (2007), S. 159-200;

„Fenestra prospectiva.“ Das Fenster als symbolische Form bei Leon Battista Alberti und in Urbino. In: Joachim Poeschke, Candida Syndikus (Hgg.), Leon Battista Alberti. Humanist, Kunsttheoretiker, Architekt. Akten des internationalen Kongresses Münster, 29-30. Oktober 2004 (Beiträge zur Kunstgeschichte des Mittelalters und der Renaissance; Bd. 10), Münster 2008, S. 77-122;

Michelangelo als Mose: Vasari, Nietzsche, Freud, Thomas Mann. In: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft 53/1 (2008), Hamburg 2008, S. 73-106;

(zusammen mit Johan Frederik Hartle): Modernisme noir. Revisionen des Modernismus in der zeitgenössischen Kunst. Erscheint in: Christoph Bertsch, Silvia Höller (Hgg.), Cella. Strukturen der Ausgrenzung und Disziplinierung (AK Rom, Complesso monumentale di S. Michele a Ripa 2009), Studienverlag Bozen-Innsbruck-Wien 2009, S. 225-234;

(zusammen mit Klaus Sachs-Hombach und Jörg R. J. Schirra) Kunsthistorische Bildanalyse und allgemeine Bildwissenschaft: Eine Gegenüberstellung am konkreten Beispiel – Die Fotografie Terror of War von Nick Ut (Vietnam, 1972). In: Ästhetik in metaphysikkritischen Zeiten. 100 Jahre Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, hg. von Josef Früchtl et al. (Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, Sonderhefte; 8), Hamburg 2007, S. 117-152

„Störfall Kunst.“ Die Fotomontagen des Klaus Staeck. In: Gerhard Paul (Hg.), Bilderatlas des 20. Jahrhunderts, 2 Bde., Bd. 2: 1949-2000, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2009, S. 218-225

Hans von Marées: der Maler als Modell. Werk und Wirkung zwischen Moltke und Duchamp. In: Hans von Marées. Sehnsucht nach Gemeinschaft (Ausstellungskatalog Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie), hrsg. von Angelika Wesenberg, Dresden 2008, S. 17-26

„Bismarck-Barometer“. Militaristische Stereotype in Künstlerdarstellungen der Gründerzeit und des Wilhelminismus. In: Elisabeth Walde et al. (Hgg.), Bildmagie und Brunnensturz. Visuelle Kommunikation von der klassischen Antike bis zur aktuellen medialen Kriegsberichterstattung, Bozen-Innsbruck-Wien 2009, S. 451-491

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