Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Dr. Sophie Ledebur

Vita

Sophie Ledebur

Visiting-Fellowship am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Abt. II)

2009-2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Projekt „Kulturen des Wahnsinns. Schwellenphänomene der urbanen Moderne (1870-1930)“, angesiedelt am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité Berlin

Writing-Up-Fellowship am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Abt. III) in Berlin

2012 Promotion zum Dr. phil. 2012 an der Universität Wien zum „Wissen der Anstaltspsychiatrie in der Moderne

2006-2009 Mitglied des Initiativkollegs „Naturwissenschaften im historischen Kontext“ in Wien

Studium der Geschichte an der Universität Wien

Forschungsschwerpunkte

  • Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Psychiatrie und ihrer Grenzgebiete
  • Geschichte der Kriminologie und des Gesundheitswesens
  • Wissensgeschichte der Devianz
  • Geschichte des Nichtwissens

Funktion innerhalb des Exzellenzclusters

Fellow des Kulturwissenschaftlichen Kollegs Konstanz (November 2017–August 2018)

Forschungsprojekt „Wissen im Entzug. Zur Emergenz und Funktionslogik der Dunkelziffer im 19. Jahrhundert“
Abstract

Ausgewählte Publikationen

Das Wissen der Anstaltspsychiatrie in der Moderne. Zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalten Am Steinhof in Wien. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 2015.

Bahnarbeiter B.: Der reine Wahn der Paranoia. In: Timm Ebner, Rupert Gaderer, Lars Koch, Elena Meilicke (Hg.), Paranoia. Lektüren und Ausschreitungen des Verdachts. Wien: Turia+Kant 2016, S. 40-55.

Verstetigen eines Moments. Zum Verfahren des stenographischen Protokollierens in der Psychiatrie. In: Cornelius Borck, Armin Schäfer (Hg.), Das psychiatrische Aufschreibesystem. Notieren, Ordnen, Schreiben in der Psychiatrie. Paderborn: Wilhelm Fink 2015, S. 29-54.

Special Issue: Bühnen des Wahnsinns. Inszenierungen psychischer Alterität. In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 37 (2014); gemeinsam herausgegeben mit Alexander Friedland, Rainer Herrn, Johannes Kassar.

Ein Blick in die Tiefe der Seele: Hypnose im Kultur- und Lehrfilm (1920-1936). In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 37 (2014) S. 363-378.

L’espace de la policlinique psychiatrique. De la mise à découvert des signes cliniques. In: Cultures & Conflits 90 (2013), S. 39-58.

Sehend schreiben, schreibend sehen. Vom Aufzeichnen psychischer Phänomene in der Psychiatrie. In: Yvonne Wübben, Carsten Zelle (Hg.), Krankheit schreiben. Aufschreibeverfahren in Medizin und Literatur. Göttingen: Wallstein 2013, S. 82-108.

Zur Epistemologie einer Ausschlussdiagnose. Unwissen, Diskurs und Untersuchungstechniken bei Simulation psychischer Erkrankungen. In: Martina Wernli (Hg.), Wissen und Nichtwissen. Dynamiken in der Psychiatrie um 1900. Bielefeld: transcript, 2012, S. 17-50.

Schreiben und Beschreiben. Zur epistemischen Funktion von psychiatrischen Krankenakten, ihrer Archivierung und deren Übersetzung in Fallgeschichten. In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 34 (2011) S. 102-124.

Taking and Keeping. A note on the emergence and function of hospital patient records. Journal of the Society of Archivists 32 (2011) S. 21-32 (zus. mit Volker Hess).